Kurioses und Spezielles

Hier ist Platz für alles Amüsante und nicht sofort Verständliche, grad so das was ich aufschnappe, denke oder empfinde...

Mein Moto für die Reise wenn's unangenehm werden sollte.

Wäschetag unterwegs

Alle körpernahe Wäsche, auch wenn nur leicht verschwitzt und weiss nicht wie funktionell, stinkt am nächsten Tag. Das ist die Realität, auf jeden Fall bei mir. 

Ich habe mir angewöhnt, gleich bei Ankunft unter der Dusche die Wäsche gleich mitzuwaschen. Gut ausgewringt und dann gleich noch im Trocknungstuch nochmals nachgewringt ist die Wäsche so gut wie aus einer Waschmaschine trocken. Sofern genügend Möglichkeiten wie Radiatoren, oder Kleiderbügel an Fensterrahmen oder wie heute an Balken aufgehängt, ist früh morgens die Wäsche wieder einwandfrei zum Gebrauch bereit. Wenn sonst keine Trocknungsmöglikeiten bestehen habe ich immer auch eine Leine dabei die ich dann irgendwo von A nach B spanne. Was soll ich tonnenweise Ersatzwäsche mitschleppen und die schmutzige Unterwäsche ebenfalls?  D a s ist die Lösung!

 

 

Werde ich auf dieser Reise wohl auch jemanden Treffen wie Herrn Temath auf meiner Veloreise von Bern dem Rhein entlang nach Rotterdam? Ich kam damals spontan in Kontakt mit ihm weil ich nach dem Weg fragte. Er fuhr dann mit seinem selber umgebauten Velo (mit kleinem Motor am Hinterrad) ca. 30 Km voraus. Ein bescheidener Mensch, zufrieden mit dem was er hatte und tat. Er fuhr diese Distanz hin und zurück um ein Ersatzteil zu seiner Fischerrute zu besorgen. Ich habe mir damals Gedanken zum Leben gemacht, was zählt und so.

 

Ja und heute wo stehe ich da? Fahre wiederum mit einem neuen, kostspieligen Velo (nur das Beste ist gut genug) eine Reise. Braucht es das? Habe wohl nichts gelernt...

... gut, zufrieden bin ich auch.

Kaum zu glauben, ich habe jedes Teil, jedes Ding, jedes Kleidungsstück vor meiner Abreise beim Packen mehrmals in Händen gehabt und kontrolliert und bestimmt welches und wieviele davon ich mitnehme und dann das! Weil's kalt war bin ich mit hohen Socken weggefahren, jetzt wo's wärmer ist fahre ich mit kürzeren Socken. Eingepackt, weil so zusammengefaltet waren zwei Socken verschiedener Hersteller. Wenigstens die Farbe (schwarz) war gleich. Geht nicht für mich, also war ich heute auf der Suche nach Socken. Kleidergeschäfte in Italien, in Jesolo führen keine Socken. Schlussendlich einen Tipp erhalten bei "Feeling" würden die auch Socken verkaufen. Ich fuhr dorthin und vor dem Geschäft sehe ich drinnen nur Damenunterwäsche und als ich am Schaufenster noch "binancheria   i n t i m a" las, hatte ich grosse Zweifel ob ich den Laden betreten sollte. Ich tat es, wurde herzlich bedient, hatte mit der Verkäuferin/Besitzerin ein herzliches Gespräch und stand dann mit einem Dreierpack wieder auf der Strasse. Eigentlich wollte ich nur ein Paar kaufen - ich wasche ja jeden Tag, aber gab's nur so. 

Welches ist die Kirche von Wahlern (bei Schwarzenburg)?

Richtig die links. Die rechts steht in Slowenien.

Jetzt weiss ich woher die Schlawiner kommen. Das Dorf war ziemlich genau

50 m lang. Die Schlawiner sind eben fast alle ausgewandert, darum kennen wir die auch bei uns.

 

Es hat unterwegs immer wieder Bezeichnungen gegeben welche meine Fantasie angeregt haben, das mit den Schlawinern ist nur eine von vielen und stimmt natürlich nicht.

 

Gemäss Wikipedia ist ein Schlawiner ein gerissener Mensch, ein Schalk oder auch ein gerissener Gauner oder ein unzuverlässiger Mensch. Es ist aber auch

eine ältere Bezeichnung für die Slowaken, weil von dort stammende Hausierer als besonders gerissene Geschäftemacher galten.

 

 

 

 

Ich habe mich immer gefragt warum überall diese Bezeichung Treppelweg angeschrieben steht, jetzt weiss ich es, dank Wikipedia:

 

 

Als Leinpfad oder Treidelpfad, Bomätscherpfad (Sachsen), Treppelweg (Österreich) oder Reckweg (Schweiz) wird ein Weg unmittelbar am Ufer von Flüssen oder Kanälen bezeichnet, der angelegt wurde, damit Menschen und Zugtiere Frachtschiffe flussaufwärts ziehen konnten. Den Vorgang nannte man Treideln.

Die Fähre

Mein Navy zeigte rüber über die Donau, aber da war keine Brücke, aber eine Fährenanlegestelle, ohne Fähre in Sicht, auch am gegenüberliegenden Ufer nicht. Ich fuhr auf die Plattform, die Schranke war ja offen. Da stand nur ein Auto mit offener Hintertür. Kein Knochen da, ah doch da bewegte sich was? "Fährt da eine Fähre?" fragte ich. "Ja" "aber wo ist sie denn?" "Sie stehen drauf". Tatsächlich, die Plattform auf der ich stand war ja die Fähre. "Wann fährt die?" "Jederzeit wenn jemand rüber will" war die Antwort. Ich wagte kaum zu fragen "ja, und was kostet das?" "3 Euro" "Das lohnt sich aber nicht" gab ich zur Antwort. "Ist mir egal, ich bin hier nur angestellt und habe meinen Lohn". Der Mann hier Herr Keusch. Er erklärte mir wie das ganze funktioniert, ohne Motor nur mit der Strömung, kannte ich ja dieses Prinzip. "Wie schwer ist die Fähre?" "80 Tonnen". "Ja und wenn das Seil mal reisst?" "Ist noch nie vorgekommen, aber wir haben da eine Kette, die können wir ins Wasser werfen, das ist dann wie ein Schleppanker und hat praktisch die gleiche Funktion wie das Seil" "Haben sie diese Kette schon einmal eingesezt" "Nein". Ich machte mir so meine Gedanken, kann mir aber immer noch nicht vorstellen, dass das Ganze so funktioniern kann. 80 Tonnen an einer schleifenden Kette? Vertrauen muss man haben.  Übrigens, da war noch ein zweiter Mann auf der Fähre, der Steuermann oben in einem Kabäuschen. Wer wohl für die 2 Löhne aufkommt an Tagen wie diesem wo ich vielleicht der einzige Fahrgast war. 

Vor uns war übrigens die ganze Zeit an selber Positon ein Schlepperschiff. Warum blieb das dort einfach stehen? Herr Keusch: "Die Donau hat hier auf einer Strecke von ca. 30 Km die schnellste Fliessgeschwindigkeit weil es weit und breit keine Schleuse hat. Die fliesst mit etwa 10 KmH und die Schiffe erreichen maximal 20 KmH. 10 KmH sind dabei bereits weg. Deshalb sind die hier so langsam, manchmal ist es so, dass diese Frachtschiffe mit 3-4 Km pro Stunde vorwärts kommen". Ich rechne: Sagen wir schlechtester Fall - 30 Km pro Stunde und 3 Km pro Stunde vorwärts sind nach Adam Riese und mir 10 Stunden Fahrt für eben 30 Km. In dieser Gegend scheint sich nichts zu lohnen.

Spezielle Ortsnamen - ohne Kommentar

Geschichten  

Joldelund. Eigentlich hiess die Ortschaft mal Jodel und Tanz, ähnlich wie bei uns "Chäs u Brot" neben Oberbottigen ein spezieller Name ist. Bei uns sind die Strassenschilder entfernt worden, hier noch nicht. Der Name war von Joldelund zu lang und aufgrund des nordischen Dialektes hat sich hier mit den Jahren noch ein "l" eingeschlichen. Der Name ist nach wie vor etwas umstritten. Die Einen meinen man sollte den Namen wie er ursprünglich war wieder benutzen, die anderen eben nicht. So gibt es immer wieder diese Sprayereien auf den Ortsschildern so wie ich es von Korsika auch kenne. Allein letztes Jahr mussten 8 Strassenschilder ersetzt werden weil sich diese nicht mehr reinigen liessen. (Was ich hier zusammengeschrieben habe ist Fantasie aus meinem Kopf und stimmt natürlich nicht, wäre sonst reiner Zufall).

Bei einem Zwischenhalt kam ich mit einem älteren, etwas verwirrt erscheinendem Mann ins Gespräch, weil ich ihn gefragt hatte wie weit es in etwa nach Husum sei. Beiläufig sagte ich ihm, dass mich der Ortsname an "Humus" erinnere. "Da liegen sie rischtisch" meinte er. Hier sei ein ideales Gebiet um Kichererbsen anzupflanzen, mit den sandigen und teils trotzdem sumpfigen Ebenen. Das sei schon sehr lange so und Husum hätte seinen Namen von Hubert Monsum. Der sei der erste gewesen welcher begann Kichererbsen anzupflanzen und diese dann vermanschte, würzte und den Humus, welchen wir als Paste kennen, herstellte. Von dieser Gegend wird diese Paste nach wie vor in ganz Europa verschickt. Hubert Monsum nannte diese Paste Humus in Anlehnung an seinen Namen. 

(Was ich hier zusammengeschrieben habe ist Fantasie aus meinem Kopf und stimmt natürlich nicht, wäre sonst reiner Zufall).

Ostsee und Nordsee

Ich war an der Ostsee, diese liegt östlich der Nordsee. Die Nordsee liegt aber nicht nördlicher als die Ostsee. Ich fuhr zwischen Ostsee und Nordsee in südwestliche Richtung, also zur Nordsee,  eben nicht nördlich zur Nordsee, sondern umgekehrt. Die Nordsee beginnt eben im Süden wenn man von Norden kommt. Eine Südsee gibt es auch, aber die liegt nicht da oben bei Nord- und Ostsee, sondern im Süden. Eine Westsee kenne ich nicht, ich frage mich warum es die nicht gibt.

(Wenn man versucht diese Aussage nachzuvollziehen, dann stimmt alles. Trotzdem alles nichtssagender Unsinn).

 

Diese Schiffe fahren sowohl an der Ostsee wie auch an der Nordsee (stimmt).